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SFV Schoppenteich e.V.


Angelsportverein im Saaletal Dornburg-Camburg / Thüringen

 

Aktuelles aus dem Verein

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19.03.2019 » OTZ/TLZ: Biber lassen Angler zittern - Dorndorfer Verein beklagt Schäden

Niedrigwasser an der Saale lassen Fische und Angler immer öfter auf dem Trockenen sitzen


Peter Löwe und Uwe Westhäuser stehen seit vielen Jahren dem Anglerverein Schoppenteich vor. Die Mitglieder, die viele Fische aussetzen, beklagen große Schäden am Fluss durch Biberfraß und Wasserkraftwerke. Über das Wehr in Dorndorf-Steudnitz fließt deutlich weniger Wasser in den alten Saalearm als in den Kanal, der zu dem privaten Wasserkraftwerk führt. Das hat zur Folge, dass der alte Flussarm immer mehr verlandet und in trockenen Sommern hier viele Jungfische sterben.

Dorndorf-Steudnitz. Freitagabend um 19 Uhr fällt für Uwe Westhäuser der Hammer. „Da kann kommen was will, da packe ich meine Angel und Ausrüstung und gehe an die Saale“, erzählt er.

Gleich hinter dem Orteingangsschild, dort wo die Bergstraße nach Dornburg hinauf abzweigt, gibt es zwei Wege, die durch die Felder und den Überflutungsgraben zum gewundenen Flusslauf führen. Dort hat Westhäuser seinen Lieblingsplatz.

„Hier hörst du nichts mehr von der Straße, das Zwitschern der Vögel und das Plätschern und Murmeln des Wassers holen dich ganz schnell runter. Da fallen Stress und Ärger von dir ab“, versichert er. Und darum gehe es für ihn beim Angeln eigentlich gar nicht darum, ob man einen Fisch am Haken habe, ergänzt er. Peter Löwe steht daneben und nickt: „Dass man als Angler so viel in der Natur sein kann, das ist das Schöne an unserem Hobby, da siehst du die Welt mit anderen Augen“.

Und dann werden die beiden Männer, die seit vielen Jahren dem Anglerverein „Schoppenteich“ vorstehen, ernst. Mit weit ausholender Geste zeigen sie auf den Fluss, der hier gleich hinter dem Bahndamm entlang fließt. „Das ist der alte Flusslauf der Saale, doch schauen Sie, hier fließt nicht mehr viel. Eigentlich ist das ein stehendes Gewässer“, sagt Löwe.

Die Ufer sind dicht bewachsen, gegenüber liegen ein Dutzend Bäume im Wasser. „Die haben die Biber gefällt. So schlimm wie in diesem Jahr sah es hier noch nie aus“, sagt Löwe . Nur wenige Schritte weiter haben sich die Tiere an einen dicken Stamm gemacht, den ein Mann alleine nicht umfassen kann. Die Bissspuren sind noch frisch.

In den vergangenen Jahren seien es immer mehr Biber geworden, die hier an die Saale zurückkehrten. Entsprechend groß seien im Winter die Schäden, denn mangels Grünfutter machen sich die Nagetiere dann über die Bäume her. Doch nicht, dass es hier Biber gibt, macht den Anglern so große Sorgen, sondern, dass die Bäume, die sie fällen, niemand aus dem Wasser holt. „Wir haben als Verein das Gewässer gepachtet und kümmern uns auch darum, dass die Ufer von Unrat beräumt werden.“ Dafür gebe es regelmäßig gemeinsame Arbeitseinsätze.

Doch die Baumstämme aus dem Wasser zu holen, das sei ohne Technik nicht machbar und außerdem Aufgabe der Oberflussmeisterei, die für den Fluss verantwortlich zeichnet. Doch die habe zu wenig Leute. „Dabei könnten die im Fluss liegenden oder treibenden Baumstämme zu einer echten Gefahr werden, wenn bald wieder Paddler auf der Saale unterwegs seien, mahnen Westhäuser und Löwe . Erst recht im Fall eines Hochwassers, dann werden die alten Stämme freigespült und eine Gefahr für die Brücken. In ruhigeren Flussbereichen bleiben die Stämme einfach liegen und behindern den Wasserdurchfluss weiter.

Doch das eigentliche Problem seien in dieser Sache die Wasserkraftwerke, von denen es inzwischen einige an der Saale gebe, sagt Löwe . Damit die Betreiber der Kraftwerke mit diesen auch genug Strom erzeugen können, wird ein Teil des Saalewassers abgezweigt. „Wie viel Wasser über die Turbinen geleitet werden darf und wie viel im Fluss bleiben muss, das ist alles in Verordnungen geregelt, und daran halten sich die Betreiber auch“, räumt Löwe ein.

Doch offensichtlich sei das nicht mehr genug, um den Fluss gesund zu erhalten. Ob hier in Dorndorf-Steudnitz , ob weiter flussaufwärts in Jena oder flussabwärts in Döbritschen , überall sei zu beobachten, dass hinter den Wehren die Saale zunehmend verlandet, weil nicht mehr genug Wasser fließe. Mehrere kleine und auch größere Inseln unterhalb des Dorndorfer Wehres beweisen die Richtigkeit der Behauptung der Angler.

Verstärkt werde das Problem durch Klimaveränderungen. „In dem trockenen Sommer 2018 ist die Saale an mehren Stellen dreimal trocken gefallen. Dabei sind uns sehr viele Jungfische kaputt gegangen, die wir eingesetzt hatten“, erzählt Westhäuser. Zwar sei der Verlust von Kraftwerksbetreibern ausgeglichen worden, doch der Fischbestand habe sich nicht wie geplant erholt.

Insgesamt habe der Dorndorfer Anglerverein im vergangenen Jahr allein in Döbritschen um 50 Kilogramm Plötzen und 75 Kilo Rotfedern eingesetzt. In Neuengönna habe man auch Jungfische in die Saale gebracht, hier habe sich der Bestand leicht erholt“, sagte Löwe.

Die Angler führen Fanglisten und je nachdem, wie viele Fische sie fangen, werden Besatzmaßnahmen durchgeführt. Typische Saale-Fische seien Döbel, Bachforelle, Gründling, der Hasel, auch Karpfen und Hecht. Künftig soll auch die „Nase“ wieder munter im Saalewasser herumschwimmen. Die Dorndorfer Angler jedenfalls haben sich vorgenommen, diese Art wieder in der Saale heimisch zu machen.

Um hier noch zielgerichteter wirken zu können, hat sich der Schoppenteich-Verein in diesem Jahr „erstmals mit den Camburger Anglern zusammen getan für den Fischbesatz. „Eigentlich müssten wir uns jedoch zu Hegegemeinschaften zusammenfinden von Saalfeld bis nach Halle, denn es ist doch ein und derselbe Fluss, an dem wir mit unserem Angelzeug sitzen“, sagt Löwe.

Im eigenen Verein, der übrigens 1956 gegründet wurde, wird Gemeinsamkeit schon groß geschrieben, versichern beide Männer. 64 Mitglieder zählt der Verein, davon sind vier Frauen und 18 junge Leute unter 18 Jahren. 16 Mitgliederveranstaltungen werden im Jahr organisiert, vom Saale-Putz über Lehrgänge bis zum Jungend-Camp und dem Treff im Vereinsraum in der Alten Schule von Dorndorf-Steudnitz , der noch ganz nach frischer Farbe riecht.

Angelika Schimmel / 19.03.19

Original-URL: https://eisenberg.tlz.de/web/eisenberg/startseite/detail/-/specific/Biber-lassen-Angler-zittern-Dorndorfer-Verein-beklagt-Schaeden-2069446412


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28.02.2019 » LAVT: Schulung für Fischereiaufseher am 23.03.2019

Aktuell bietet die untere Fischereibehörde des Landkreises Saale-Orla-Kreis, unter Beteiligung des LAVT am
Samstag, den 23.03.2019 von 09.00 – ca. 15.00 Uhr im Landratsamt Saale-Orla-Kreises (Oschitzer Straße 4, 07907 Schleiz)
eine Ausbildungsveranstaltung zum Fischereiaufseher, einschließlich Auffrischungskurs an.

Wer daran teilnehmen möchte, meldet das bitte mit folgenden Angaben bis 12.03.2019 an Steffen Ille:
Vorname, Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Anschrift, Fischereischeinnummer, Gültigkeitsdauer des Fischereischeines sowie die Art der Schulung (Auffrischungskurs / Ausbildungskurs mit schriftlichem Test).

Tagesprogramm:


Teil 1 Fischereirechtliche Vorschriften
1.1 Rechtsnormen zum Schutz der Fischerei, Begriffsbestimmungen
1.2 Fischereiberechtigter
1.3 Fischereiausübungsberechtigter
1.4 Uferbetretungsrecht
1.5 Betretbefugnis für Gebäude und eingefriedete Grundstücke
1.6 Betreten und Befahren der Gelegezone und besonders geschützter Gebiete (NSG, LSG…)
1.7 Begriffe aus dem Strafgesetzbuch (StGB)
1.8 Rechtverletzungen im Zusammenhang mit fischereilichen Handlungen

Teil 2 Gewässerkunde / Gewässer- und Biotopschutz
2.1 Fisch- und Gewässerkunde
2.2 Verhalten bei Fischsterben/ Gewässerverunreinigungen
2.3 Fische zum verwechseln
2.4 Tierschutz in der Angelfischerei (incl. Setzkescher, Betäuben, Schlachten und Töten)

Teil 3 Ausübung der Fischereiaufsicht
3. Fischereiaufsicht im Freistaat Thüringen – Grundsätzliches
3.1 Durchführung der Kontrolle
3.1.1 Fischereischein
3.1.2 Erlaubnisschein zum Fischfang
3.1.3 Kontrolle der Fanggeräte und des Fangs
3.1.4 Handlungsablauf für den Fischereiaufseher bei der Anzeige von Ordnungswidrigkeiten bzw. Straftaten
       (einschl. praktische Unterweisung)
3.1.5 Fischfang in Schon- bzw. Schutzgebieten
3.1.6 Bericht des Fischereiaufsehers
3.1.7 Sicherung von Beweismitteln



27.02.2019 » Sanierung Vereinsraum

Unser Vereinsraum in der alten Schule wurde Anfang diesen Jahres komplett saniert.
Nachdem bereits eine neue Heizung installiert wurde, sind nun auch u.a. ein neuer
Fußboden, neue Lampen und frisch gemalerte Wände fertig.

Wir bedanken uns dafür recht herzlich bei den fleißigen Helfern!
Mehr Bilder gibt es in der Bildergalerie.

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08.02.2019 » LAVT: Großes Jugendevent am 24.02.2019

Der Landesanglerverband Thüringen e.V. führt für Kinder und Jugendliche (Anfänger und Fortgeschrittene)

am Sonntag, dem 24.02.2019 von 10.00 bis 15.00 Uhr
im Gebäude der Stadtwerke Erfurt, Magdeburger Allee 34, 99086 Erfurt, Raum BE 01/ Atrium


ein interessantes, vielseitiges Jugendevent zu den verschiedenen Angelmethoden durch.
Ziel ist es, unsere Jungangler durch die umfangreiche Vermittlung von theoretischem Wissen, ergänzt durch eine Vielzahl von praktischen Übungen auf die anstehende Angelsaison gut vorzubereiten.

Programmablauf:


Station 1


• Vermittlung von wichtigem theoretischem Wissen zum Fliegenfischen/ Materialkunde
• Kleine Fisch- und Gewässerkunde – Nahrung der Bachforelle und Äsche
• Vorstellung universeller Gebrauchsmuster von Trockenfliegen, Nymphen und Streamer
• Fliegenbindekurs an mehreren Stationen - Einstieg in die relevanten Bindetechniken (Bindematerial wird gestellt)
• Die richtige Zusammenstellung der notwendigen Gerätschaften/ Zubehör

Station 2


• Praktische Vorführung von Wurftechniken mit der Fliegenrute (Ruten werden gestellt, aber es können gern auch die eigenen mitgebracht werden)
• Wurfübungen mit den Teilnehmern unter Anleitung von erfahrenen Fliegenfischern

Station 3


• Vermittlung von wichtigem theoretischem Wissen zum Friedfischangeln/ Materialkunde
• Vorstellung und Montage der Stippruten mittels Stonfo und Gummizug
• Vorstellung und Bau von Montagen für Stippruten
• Übersicht zu Stipp-Posen und fachgerechte Bekleidung
• Die richtige Zusammenstellung der notwendigen Gerätschaften/ Zubehör

Station 4


Praktische Handhabung größerer Stippruten (Einhandruten)

Station 5


• Aufbau von Matchruten
• Aufbau von Bologneseruten
• Montage von laufendem und stehendem Schwimmer mit vorbebleitem Waggler (Pose)und unbebleitem Waggler

Station 6


Vorstellung der verschiedenen Methoden des Raubfischangelns, speziell Spinnangeln, Fliegenfischen mit Streamer, Angeln mit Multi- oder Stationärrolle, Raubfischmontagen, Knotenkunde

Station 7


Vorstellung von Fangmethoden im Karpfenangeln/ Montagen
Wurfübungen (Zielwerfen) mit der Spinnrute

Station 8


Zielwerfen auf die Arenbergscheibe mit Gummifisch

Station 9


Zielwerfen mit der Fliegenrute

Station 10 - Meeresangeln


• Vorstellung und Vermittlung der verschiedenen Methoden des Meeresangelns/ Materialkunde
• Aufbau von Meeresruten
• Bau von Montagen

Wir laden alle interessierten Kinder- und Jugendlichen Ihres Vereins recht herzlich zu dieser Veranstaltung des LAVT ein. Für Getränke und Speisen ist natürlich gesorgt. Alle Kosten übernimmt der Landesanglerverband Thüringen e.V. Nur die Anfahrt ist eigenständig zu organisieren.

Für eine gute Vorbereitung dieser Veranstaltung ist es wichtig, dass Sie uns spätestens bis zum 21.02.2019 telefonisch oder per Mail mitteilen, wie viele Kinder plus Betreuer aus Ihrem Verein teilnehmen möchten.



05.02.2019 » Fliegenfischer Filmfestival am 07.02.19 im CineStar Erfurt

Die einmalig schönen Gewässerlandschaften mit ihrer interessanten Fischfauna machen das Angeln in Thüringen zum Naturerlebnis.

Besonders das Fliegenfischen hat in Thüringen eine lange Tradition. Bereits Johann Wolfgang von Goethe stellte im Stadtpark von Weimar den Forellen nach und der weltbekannte Fliegenfischer John Horrocks revolutionierte die Angelfischerei von Weimar aus mit neuartigen Fangmethoden.
Darum freut es uns besonders, dass nunmehr das RISE Fly Fishing Film Festival, das größte Filmfestival für Fliegenfischer im deutschsprachigen Raum, zum ersten Mal auch in Thüringen, stattfindet.
Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele interessierte Anglerinnen und Angler, Fliegenfischer und Naturfreunde die Filmvorführungen besuchen und sich vom Fliegenfischen begeistern lassen. Filmpremieren mit beeindruckenden Bildern und landschaftlich atemberaubenden Angelrevieren warten auf die Besucher.

Tauchen wir am 07. Februar im CineStar Erfurt von 20.00 bis 22.00 Uhr gemeinsam ab in die Welt des Fliegenfischens.

Der LAVT freut sich auf eine zukünftig super Zusammenarbeit mit dem Team vom RISE Fly Fishing Film Festival Deutschland.


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21.01.2019 » TLZ: Großer Ärger um Gewässerpolitik

Hier der Artikel aus der TLZ vom 21.01.2019

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11.12.2018 » Fischereilehrgang 2019 in Dorndorf

Zum 15.02.2019 beginnt wieder ein Fischereilehrgang in der Alten Schule in Dorndorf-Steudnitz mit Herrn Kluge.
Weitere Informationen dazu erhalten Sie über das Angelcenter Apolda, Adresse & Telefonnummer siehe Fischereilehrgang.
Bitte melden Sie sich bei Interesse direkt bei Herrn Kluge an, nicht über uns.


27.11.2018 » Einladung zur Jahreshauptversammlung

Am 11.01.2019 19.00 Uhr findet in der Alten Schule Dorndorf unsere Jahreshauptversammlung statt.
Hierzu laden wir alle Mitglieder des SFV Schoppenteich e.V. recht herzlich ein.

Tagesordnung

Um Teilnahme wird gebeten!

Dorndorf den 27.11.2018
Der Vorstand




09.10.2018 » OTZ: Ein toller Hecht am Haken

Uns Angelfreund Sirko hat einen Hecht mit 114 cm und 8,1 kg gefangen.
Der Artikel in der OTZ ist auch online über diesen Link erreichbar.

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04.10.2018 » LAVT: Einladung Fachtagung "Streng geschützte und invasive Arten"

Der Landesanglerverband Thüringen e.V. lädt zu seiner oben genannten Fachtagung für
Samstag, den 20. Oktober 2018 von 9.30 - 16.00 Uhr in der Galerie der Stadtwerke Erfurt Magdeburger Allee 34 99086 Erfurt
auf das Herzlichste ein.

Erfahrene Experten aus den Fachbehörden, dem Institut für Binnenfischerei Potsdam - Sacrow und aus der Praxis werden zu obigen Themen, welche zukünftig auch für die Angelfischerei immer wichtiger werden, mit interessanten Vorträgen referieren.
Im Rahmen des Artenschutzes wird die Thüringer Angel- und Berufsfischerei zukünftig deutlich mehr mit Arten konfrontiert sein, wie dem Fischotter oder Biber, welche direkt Einfluss auf unsere heimische Fischfauna und auf den Zustand unserer Gewässer haben werden. Die Vorträge dienen dem besseren Kennenlernen beider Arten (Biologie, Lebensweise, aktuelle Verbreitung, Zielstellung der Schutzmaßnahmen), der offenen Diskussion über mögliche Konfliktpotentiale sowie einem langfristig angelegten Management, was sowohl die Interessen des Artenschutzes, als auch die der Landschaftsnutzer (Fischereirechtsinhaber/ Pächter etc.) berücksichtigt.
Die Ausbreitung gebietsfremder Arten stellt weltweit eine der großen Gefährdungen für die biologische Vielfalt dar. In der EU aber auch in Thüringen breiten sich entsprechende Arten in den letzten Jahrzehnten immer weiter aus. Wegen der zunehmenden Bedeutung der invasiven Arten sowohl aus naturschutzfachlicher als auch aus wirtschaftlicher Sicht hat die EU im Jahr 2014 eine Verordnung zu diesem Thema erlassen. Zu dieser wurden seitdem zwei zugehörige Arten-Listen veröffentlicht. Aus der Verordnung ergeben sich konkrete rechtliche Vorgaben zum Umgang mit den dort genannten Arten.

Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung der Regelungen sind genaue Artenkenntnis, Kenntnis der Lebensweise und Habitatansprüche der Arten, Kenntnisse zur Erfassung der Auswirkung auf heimische Arten und die gegebenen Möglichkeiten des Managements bzw. der Beseitigung neu aufgetretener Ansiedlungen. Die rechtlich gebotenen Maßnahmen werden in artspezifischen bundeseinheitlichen Maßnahmenblättern zusammengestellt. In den Vorträgen werden Anleitungen zur Artbestimmung, Kenntnisstand zum Vorkommen und Ansätze zur Überwachung, Maßstäbe für die Entnahme von Exemplaren invasiver Arten oder für die Beseitigung von Vorkommen erörtert. Dabei sollen auch ausgewählte Gegenmaßnahmen anhand von Beispielen aus der Praxis vorgestellt und diskutiert werden.
Einer der Schwerpunkte der Fachtagung sind Aussagen zum rechtlichen Rahmen der dem Fischereirecht unterliegenden invasiven Arten sowie praktische Hinweise zum Umgang mit diesen.
Ablauf/Tagesordnung:

9.00 Uhr Einlass

9.00 bis 9.30 Uhr Frühstücksbüfett

09.30 Uhr Begrüßung

09.40 bis ca. 10.20 Uhr
Vortrag 1: „Fischotter in Thüringen (k)ein Problem?"
Referentin: Diplom - Biologin Frau Maria Schmalz -
Fischökologische & Limnologische Untersuchungsstelle
Südthüringen

10.20 bis 10.50 Uhr
Vortrag 2: „Biber in Thüringen“ Verbreitung, Biologie, Lebensraumansprüche, Probleme.“
Referent: Diplom - Fischereiingenieur Herr Uwe Müller - Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie Jena

10.50 bis 11.30 Uhr
Vortrag 3: „Neozoen an Gewässern in Thüringen“
Referent: Diplom - Fischereiingenieur Herr Uwe Müller - Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie Jena

11.30 bis 12.10 Uhr
Vortrag 4: „Neophyten an Gewässern in Thüringen“
Referent: Herr Dr. Heiko Korsch - Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie Jena

12.10 bis 12.50 Uhr - Mittagsbüfett

12.50 bis 13.30 Uhr
Vortrag 5: „Ausbreitung von invasiven und nichtheimischen
Fischarten - Fluch oder Segen?“
Referent: Diplom - Fischereiingenieur Herr Robert Wolf -
Institut für Binnenfischerei e.V. Potsdam - Sacrow

13.30 bis 14.10 Uhr
Vortrag 6: „Auswirkungen der Verordnung invasiver Arten auf das
Thüringer Fischereirecht.“
Referentin: Diplom - Fischereiingenieurin Frau Sigrun Müller -
Leiterin der obersten Fischereibehörde im Thüringer
Ministerium für Infrastruktur und
Landwirtschaft

14.10 bis 14.50 Uhr
Vortrag 7: „Fachliche Vorstellung der Maßnahmeblätter der invasiven
Arten, welche dem Fischereirecht unterliegen, einschließlich
praktischer Hinweise.“
Referentin: Diplom - Biologin Frau Susanne Göbel - Referentin
Fischereifachberatung im Thüringer Ministerium für
Infrastruktur und Landwirtschaft

Für jeden Vortrag ist ein Zeitrahmen von ca. 40 Minuten vorgesehen. Die Diskussionen zum jeweiligen Vortrag und zur Hauptthematik der Fachtagung finden im Rahmen einer Diskussionsrunde/ Gedankenaustausch am Ende aller Vorträge statt.

14.50 bis 15.30 Uhr - Diskussionsrunde/ Gedankenaustausch

15.30 Uhr - Schlusswort


Gebühren für die Fachtagung sowie das Frühstücks- und Mittagsbüfett werden nicht erhoben.

Wir würden uns sehr über eine rege Teilnahme freuen.

Zur Gewährleistung einer optimalen Vorbereitung bitten wir Sie, uns bis zum 16. Oktober 2018 über Ihren Vorstand mitzuteilen, mit wie vielen Personen Sie an der Veranstaltung teilnehmen.